Durch meine eigene Erfahrung und meinen Beruf sehe ich jeden Tag, was für ein Glück wir haben, in einer Demokratie leben zu dürfen. Das ist keine Selbstverständlichkeit – für Demokratie muss man kämpfen.
Ich bin in einem autoritären System aufgewachsen. Ich weiß genau, was es bedeutet, wenn man seine Meinung nicht frei äußern darf oder dafür mit Konsequenzen rechnen muss.
Wenn in einer Gesellschaft Angst und Misstrauen herrschen. Wenn einige wenige entscheiden, wer dazugehört und wer nicht. Und ganz ehrlich: Ich habe keinen Bock, das noch einmal erleben zu müssen. Mit 32 durfte ich zum ersten Mal in meinem Leben bei einer demokratischen Wahl abstimmen. Und jetzt, mit 33, stehe ich selbst auf dem Wahlzettel. This is the power of democracy!
Die rechten Kräfte hier setzen alles daran, unser Vertrauen in die demokratischen Strukturen und Verfahren infrage zu stellen – und sogar unser zwischenmenschliches Vertrauen zu zerstören. Aber sie kommen damit nicht durch. Denn wir werden unsere Demokratie gemeinsam verteidigen. Ich setze mich dafür ein, dass zivilgesellschaftliches Engagement für ein demokratisches Miteinander in Berlin weiterhin vom Staat aktiv gefördert wird. Wer Demokratie leben will, muss sie auch anständig finanzieren.