Bei aller Wichtigkeit der Kiezthemen dürfen wir nicht vergessen, dass wir in Mitte 101 im Zentrum einer Weltmetropole leben. Fast 60 Prozent der Einwohner:innen hier haben eine Migrationsgeschichte.
Für mich als Einwanderer ist klar: Staatsangehörigkeit und Sprachkenntnisse darf keine Barriere für Partizipation sein.
Ich setze mich für eine schnelle und digitale Verwaltung ein, die nicht nur deutsche Staatsbürger:innen, sondern auch Nicht-Bürger:innen mitdenkt und Teilhabe ermöglicht, statt sie zu erschweren. Ich kämpfe dafür, dass das mehrsprachige Angebot in Ämtern und Behörden ausgebaut wird.
Meine Vision ist, dass man in Berlin auch ohne ausreichende Deutschkenntnisse gut durch den Alltag kommt – zum Beispiel, indem Formulare und Anträge in weiteren Sprachen verfügbar gemacht werden.
Ich möchte erreichen, dass wir von Bürgerbeteiligung zu echter Einwohnerbeteiligung kommen. Denn ob Straßenumbau oder Eichenprozessionsspinner – wir alle sind betroffen, haben das Recht, informiert zu werden, und wollen uns an den gemeinsamen Lösungen für unsere Kieze beteiligen. Damit es funktioniert, müssen Beteiligungsformate mehrsprachig und niedrigschwelliger werden. Wir wollen füreinander gute Nachbar:innen sein, dafür ist gegenseitiger Respekt essenziell.