Archiv: Themen

  • Mietwucher (m/w/d) gesucht!

    Steigende Mieten belasten uns alle. Ich setze mich für pragmatische Wohnungspolitik ein, die wirklich hilft – damit Du Dir Deine Miete auch morgen noch leisten kannst. Ich bin überzeugt: Faire Mieten sind keine Frage des Eigentums, sondern der vernünftigen Regulierung. Die Debatte darüber, ob der freie Markt alles regelt oder Enteignungen die Wohnungskrise lösen, überlasse ich den Populisten von rechts und links. Mir geht es um Lösungen, die funktionieren. 

    In Mitte 101 können wir nicht unbegrenzt neu bauen. Aber wir können und müssen Baulücken schließen, Leerstand und Zweckentfremdung bekämpfen und konsequent gegen überhöhte Mieten vorgehen. Der Mietenkataster, den die SPD durchgesetzt hat, ist dafür ein wichtiger Schritt. Damit werden die Vermieter:innen verpflichtet, die Miethöhe in eine zentrale Datenbank einzutragen. So werden überhöhte Mieten automatisch aufgedeckt und Verstöße gegen das Mietrecht schneller ermittelt. Außerdem wollen wir, dass der Bund endlich den Weg für einen Mietendeckel freimacht.

    Ich werde mich dafür einsetzen, den Druck auf die Bundesebene weiter zu erhöhen.

  • Kultur ist die Abwehr gegen rechts

    Ob Straßenkunst oder Staatsoper – die Berliner Kultur hat in mir einen starken Partner. Denn Kultur ist das, was unsere Stadt so einzigartig macht. Gerade für Mitte 101 mit seinen vielen Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden sind Kürzungen nicht nur eine kulturpolitische, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Frage.

    Gemeinsam wollen wir die bestehende kulturelle Infrastruktur sichern und neue Räume für Kunst und Kultur schaffen. 

    An der Seite der Kunst- und Kulturschaffenden werde ich dafür kämpfen, bürokratische Hürden abzubauen und die künstlerische Freiheit zu schützen. 

    Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass Kultur für alle zugänglich bleibt. Deshalb setze ich mich für ein niedrigschwelliges und bezahlbares Kulturangebot ein – damit alle Berliner:innen daran teilhaben können, unabhängig vom Einkommen. Kultur lebt Vielfalt und feiert das Leben. Sie unterhält, provoziert und regt zum Nachdenken an. Gerade in Zeiten, in denen die Spaltung unserer Gesellschaft zunimmt und der gesellschaftliche Zusammenhalt von antidemokratischen Kräften infrage gestellt wird, ist Kultur ein Leuchtturm, der uns Halt und Orientierung gibt und Menschen verbindet. Dieses Licht darf niemals erlöschen.

  • Weniger Bürokratie, mehr Respekt

    Bei aller Wichtigkeit der Kiezthemen dürfen wir nicht vergessen, dass wir in Mitte 101 im Zentrum einer Weltmetropole leben. Fast 60 Prozent der Einwohner:innen hier haben eine Migrationsgeschichte.

    Ich setze mich für eine schnelle und digitale Verwaltung ein, die nicht nur deutsche Staatsbürger:innen, sondern auch Nicht-Bürger:innen mitdenkt und Teilhabe ermöglicht, statt sie zu erschweren. Ich kämpfe dafür, dass das mehrsprachige Angebot in Ämtern und Behörden ausgebaut wird. 

    Meine Vision ist, dass man in Berlin auch ohne ausreichende Deutschkenntnisse gut durch den Alltag kommt – zum Beispiel, indem Formulare und Anträge in weiteren Sprachen verfügbar gemacht werden.

    Ich möchte erreichen, dass wir von Bürgerbeteiligung zu echter Einwohnerbeteiligung kommen. Denn ob Straßenumbau oder Eichenprozessionsspinner – wir alle sind betroffen, haben das Recht, informiert zu werden, und wollen uns an den gemeinsamen Lösungen für unsere Kieze beteiligen. Damit es funktioniert, müssen Beteiligungsformate mehrsprachig und niedrigschwelliger werden. Wir wollen füreinander gute Nachbar:innen sein, dafür ist gegenseitiger Respekt essenziell.

  • Wer bei Bildung spart, verspielt die Zukunft

    Ob KiTa, Schule oder Uni – eine stabile Finanzierung ist die notwendige Bedingung dafür, dass wir allen Menschen gleiche Lebenschancen ermöglichen. In maroden Gebäuden kann es keine zukunftssichere Bildung geben. Das ist ein Armutszeugnis für unsere Bildungspolitik.

    Vorlesungen müssen in modernisierten Hörsälen stattfinden, nicht auf der Straße oder per Videokonferenz. Wissenschaftliche Freiheit und die akademische Selbstverwaltung stehen für mich ebenfalls nicht zur Disposition.

    Ich setze mich für bessere Arbeitsbedingungen für wissenschaftliche Mitarbeiter:innen an Universitäten ein. Ich weiß aus eigener Erfahrung, welche Unsicherheiten und Sorgen ständige Befristungen und das Abhängigkeitsverhältnis gegenüber dem Professorium mit sich bringen. Prekäre Beschäftigung in der Wissenschaft ist keineswegs förderlich für Forschung und Innovation und gehört abgeschafft. Studierende können sich in unserer Stadt die Miete nicht leisten und brauchen mehrere Nebenjobs, um über die Runden zu kommen. Obwohl sie sich eigentlich auf ihr Studium konzentrieren sollten. Wir entlasten sie, wenn wir mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Deshalb ist für mich die kluge Wohnungspolitik ein fester Bestandteil guter Bildungspolitik.

  • Null Bock (wieder) in einer Autokratie zu leben

    Durch meine eigene Erfahrung und meinen Beruf sehe ich jeden Tag, was für ein Glück wir haben, in einer Demokratie leben zu dürfen. Das ist keine Selbstverständlichkeit – für Demokratie muss man kämpfen.

    Wenn in einer Gesellschaft Angst und Misstrauen herrschen. Wenn einige wenige entscheiden, wer dazugehört und wer nicht. Und ganz ehrlich: Ich habe keinen Bock, das noch einmal erleben zu müssen. Mit 32 durfte ich zum ersten Mal in meinem Leben bei einer demokratischen Wahl abstimmen. Und jetzt, mit 33, stehe ich selbst auf dem Wahlzettel. This is the power of democracy! 

    Die rechten Kräfte hier setzen alles daran, unser Vertrauen in die demokratischen Strukturen und Verfahren infrage zu stellen – und sogar unser zwischenmenschliches Vertrauen zu zerstören. Aber sie kommen damit nicht durch. Denn wir werden unsere Demokratie gemeinsam verteidigen. Ich setze mich dafür ein, dass zivilgesellschaftliches Engagement für ein demokratisches Miteinander in Berlin weiterhin vom Staat aktiv gefördert wird. Wer Demokratie leben will, muss sie auch anständig finanzieren.